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Sibirische Blaubeere

Lonicera kamtschatica

Sibirische Blaubeere

Lonicera kamtschatica

Dekorative elemente Anbau für Beeren
Blütezeit IV IV
Immergrüne pflanze Nein
Pflanzen pro Quadratmeter 1
Jahreszuwachs 0.4-0.7 m
Exposition Sonne, 3/4 Sonne, 1/2 Sonne
Winterhärte 3 - 7 Zonen 3 - 7

Diese langlebige und extrem frostharte Pflanze wird für ihre Früchte angebaut – sehr leckere, gesunde und in unseren klimatischen Verhältnissen am frühesten reifende Beeren. Der Strauch ist oben kugelförmig und erreicht eine Wuchshöhe von 1,5-2 m. Wenig auffallende, hellgelbe und nektarreiche Blüten entfalten sich in der ersten Aprilhälfte und sind fremdbestäubend. Zur Bestäubung muss auf ihre Narben der Pollen einer Blüte eines anderen Pflanzenindividuums übertragen werden. Daher trägt die Sibirische Blaubeere insbesondere dann reich, wenn auch andere Sorten dieser Pflanzenart in ihrer Nähe wachsen. Die ersten Früchte werden schnell angesetzt – bei Pflanzen in C2-Containern schon im 2. bzw. 3. Jahr nach der Pflanzung. Nach einigen Jahren können von einer Pflanze 2 bis 6 kg Früchte geerntet werden. Die Früchte reifen schon im Mai – Juni (abhängig von der Sorte und den Wetterverhältnissen). Die schmalen, ovalen, dunkelblauen Beeren von einer nicht gleichmäßigen Oberfläche mit einem leichten Wachsansatz sind saftig und haben einen leckeren, süß-sauren, leicht bitteren Geschmack. Sie sind reich an Vitaminen und an Mengen- und Spurenelementen (z.B. Magnesium, Eisen, Kupfer, Iod) sowie enthalten Anthocyane und Ascorbinsäure. Die Früchte haben eine antioxidative, antiphlogistische, antivirale und antimikrobielle Wirkung. Daher empfehlen sich die Früchte der Sibirischen Blaubeere als wichtiger Bestandteil unserer Diät. Sie sind lecker als Rohkost in der Saison und können für die Wintermonate tiefgefroren oder getrocknet sowie in Marmelade, Sirup bzw. Likör verarbeitet werden. Sie werden auch als ein natürlicher roter Farbstoff für Nahrungsmittel verwendet. Die Pflanze ist pflegeleicht. Sie wächst gesund und wird nur selten von Krankheiten und Schädlingen befallen. Besonders gut trägt sie auf leichten, durchlässigen und leicht sauren Böden (auch wenn die Sibirische Blaubeere keinen sauren Boden wie die Amerikanische Heidelbeere braucht, stirbt sie auf kalkhaltigen Böden ab). Wegen sich flach ausbreitender Wurzeln ist sie auch – trotz generell geringer Bodenansprüche – gegen trockene Böden empfindlich. Sie liebt stark sonnige Standorte und bedarf keines regelmäßigen Rückschnitts. In den ersten Jahren nach der Pflanzung wächst sie langsam. Ihre Triebe können erst dann, wenn sich die Pflanze verdichtet hat, zurück geschnitten werden. Ein zu starker Schnitt wirkt sich negativ auf die Ernte aus.