Waldreben

Waldreben

Waldreben sind Klettersträucher und Stauden mit wunderschönen Blüten in allen möglichen Farben. Viele Sorten schmücken sich auch mit dekorativen Fruchtständen.

Die beste dekorative Wirkung der Waldreben im Garten kann erreicht werden, wenn wir die Ansprüche der einzelnen Arten und Sorten kennen. Nur dann kann die richtige Pflanze für den Standort gewählt werden.

Vor der Pflanzung muss der Boden entsprechend vorbereitet werden. Der Aufwand ist aber der Mühe wert, weil die Waldreben im Garten rund zehn Jahre wachsen und reich blühen.

Krankheiten und schädlinge

Besonders gefährlich ist die Clematiswelke. Befallene Pflanzen welken, ihre einzelnen Triebe oder der gesamte oberirdische Teil sterben ab, wobei die Wurzeln meistens verschont bleiben.

 

 

Krankheiten
 
Besonders gefährlich ist die Clematiswelke. Befallene Pflanzen welken, ihre einzelnen Triebe oder der gesamte oberirdische Teil sterben ab, wobei die Wurzeln meistens verschont bleiben. Befallen werden vor allem schwache, geschädigte oder nicht sachkundig gepflegte Pflanzen. Dieser Krankheit kann dadurch entgegengewirkt, dass die Pflanzen nur von zuverlässigen Anbietern gekauft werden. Es sind starke, in Töpfen gezogene Pflanzen zu wählen. Sie sollen ausreichend tief (damit sich die Triebe am Ansatz gut verwurzeln können) und am geeigneten Standort gepflanzt werden. Vor der Einpflanzung und auch im Rahmen der Pflegemaßnahmen sind alle abgestorbenen Teile, sowohl ganze Triebe als auch Blätter, sorgfältig zu entfernen. Als chemisches Schutzmittel empfiehlt sich eine 1%-Lösung von Switch (soweit dieses Pflanzenschutzmittel im jeweiligen Land zugelassen ist), mit der die Pflanze angegossen werden soll. Pro Pflanze sind 3-5 Liter der Lösung zu verwenden. Die Behandlung soll 2-3 Mal im Abstand von 10-14 Tagen wiederholt werden.

Sehr gefährlich ist inzwischen auch der echte Mehltau, der an einem weißen, mehlartigen Belag auf der Oberseite der Blätter erkennbar ist. Die Blätter zeigen dann auch rötliche und bräunliche Flecken, die zum Trockenen der Blätter führen. Die einzelnen Sorten sind gegen diese Krankheit unterschiedlich anfällig. Besonders betroffen sind die Sorten der Texensis-Gruppe aber auch viele großblumige Sorten, z.B. 'Romantica' oder 'Jackmanii' sowie die Clematis der Integrifolia-Gruppe wie z.B. 'Rooguchi' und andere.

Der echte Mehltau entwickelt sich besonders gut in Temperaturen über 20oC. Befallen werden vor allem trockene Pflanzen an ruhigen, nicht gelüfteten Standorten. Befallene Pflanzen sollen unverzüglich nach der Erkennung der Krankheit mit einem empfohlenen Schutzmittel bespritzt werden. Im Jahre 2002 waren es: Rubigan 12 EC (Konzentration 0,03%), Saprol 190 EC (Konzentration 0,15%) und Baycor 300 EC (Konzentration 0,2%) – soweit diese Schutzmittel im jeweiligen Land zugelassen sind. Die Behandlung ist 2-3 Mal im Abstand von 10 Tagen zu wiederholen, allerdings jeweils mit einem anderen Schutzmittel. Stark befallene Blätter und Triebe sollen entfernt und verbrannt werden.

Schädlinge

Schädlinge stellen meistens keine größere Gefahr für Clematis. Es gibt keine waldrebenspezifischen Schädlinge und die anderen in den Gärten verbreiteten Schädlinge, wie z.B. Blattläusen oder Spinnmilben befallen Waldreben nur selten. Sie sind wie bei anderen Kulturen zu bekämpfen. Eine wirksame Methode der Bekämpfung von Spinnmilben ist ein häufiges Spritzen der Blätter (insbesondere ihrer Unterseite) mit kaltem Wasser. Lästig sind dagegen Wühlmäuse, die Waldreben-Wurzeln gerne fressen. Zum Schutz vor Wühlmäusen kann der Wurzelballen mit einem engmaschigen Draht- bzw. Plastikgewebe umhüllt werden.